Und? An welchem Punkt im Video haben Sie erkannt, dass es nicht um eine Kreditkartenfirma geht? Ein tolles Beispiel, wie gut man Parodien von großen Marken für seinen eigenen Zweck nutzen kann.

Hier jetzt meine 5 Tipps für Ihre gelungene Parodie:

1. Sprache beachten
Schauen Sie Ihren Vorbildern genau auf den Mund. Die Sätze müssen ähnlich klingen. Idealerweise müssen die Texte so gut sein, dass Sie vom Vorbild stammen könnten.

2. Technisch mithalten
Viele Parodien scheitern an der schlechten technischen Umsetzung. Heute kostet es nicht mehr viel, sich eine gute Fotokamera mit Videofunktion auszuleihen oder das Video gleich in HD zu drehen. Sparen Sie auch nicht an der Ausleuchtung - das verhindert das von Homevideos bekannte grieseln.

3. Bildsprache lernen
Genau wie bei den Worten, müssen Sie lernen, wie die Bildsprache ihres Parodievorbilds funktioniert. Sind gewollte Unschärfen zu sehen? Gibt es dominierende Farben? Stehen Gesichter immer an gleichen Positionen?

4. Richtige Dramaturgie
So wie auch im Beispiel oben, sollten Sie erst am Schluss preisgeben, wer denn hier parodiert oder für welches Thema Sie stehen. Die dramaturgische Kurve eines Werbespots fällt klassisch nach der Enthüllung sehr schnell ab. Achten Sie also darauf, dass Sie klar kommunizieren, dass es sich um eine Parodie handelt.

5. Kurz halten
Auch wenn Sie 20 gute Ideen haben, die in die Parodie passen würden: Bleiben Sie genauso kurz wie das Original. Das ist eines der Erfolgsgeheimnisse von Parodie-TV-Sendungen wie switch reloaded, die nicht ohne Grund schon über 200.000 Fans auf Facebook haben

Sie haben noch einen Tipp für gute Parodien? Ich freue mich drauf in den Kommentaren!


Ihre

Sandra Staub

Der Buhmann ist am Start!

Endlich ist der 6. Dezember und die Geschichte rund um den Buhmann darf gelüftet werden: Er ist der James Bond der Werbung und bitte auf seiner Facebook-Seite um Meldung der schlechtesten Werbemaßnahmen aus ganz Deutschland. Wer dort seinen „most hated Spot“ oder die „schlechteste Aktion“ Deutschlands postet kann ein iPad gewinnen. So einfach kann eine kleine Imagekampagne für eine unbekannte IT-TK Agentur funktionieren.

Und was hat das mit viral direction zu tun?

Ganz einfach: Um in Foren, auf Blogs und in Pressemeldungen möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen, haben wir sechs kleine Videos produziert. Sie sind nicht perfekt, ja vielleicht gehören sie sogar zu den schlechtesten Werbevideos jemals. Aber sie erfüllen Ihren Zweck: Menschen sprechen darüber. Entweder weil sie die Aktion cool finden, den Text hölzern, das Licht erbärmlich, die Kulisse abschreckend oder die befragten Personen schräg. Das Ziel, „word-of-mouth“ zu kreieren wurde erreicht.

Und hier gibt’s nun auch die Spots zu sehen:

Ich freue mich sehr mit der Crew und
natürlich dem Buhmann!
Sandra Staub

Update zum 3. Januar 2011:

Die Seite des Buhmann auf Facebook hatte nach knapp einem Monat inklusive Arbeitsfreien Feiertagen über 1.000 begeisterte User, die fast täglich posten und sich wunderbar über Werbung und Werbespots unterhalten.

Und bitte…

Heute war Drehtag für die kleine Image-Spot Serie!

Erst letzte Woche habe ich das Casting in einem Cafe abgeschlossen und auch die Location in der BAW München fix gemacht. Am gleichen Tag wurde das Filmequipement der Agentur um eine Canon 5D MarkII mit EF 24 -105mm Objektiv erweitert. Die ersten Testaufnahmen lassen auf hervorragende Bilder schließen.

Hier einige Schnappschüsse vom Set. Ausschnitte der Spots gibts leider noch nicht, denn das Projekt ist noch Top Secret.

 Der Drehort: Der Pavillon der BAW MünchenLetzte Einstellungen am Ton werden gemacht.Die Crew bleibt trotz engem Zeitplan entspannt und spaßt herum am Set.Der Hauptdarsteller darf aber noch nicht im vollen Licht gezeit werden.